Kai Höss öffnet seine Tür, um der Wahrheit willen…

Kai Höss öffnet seine Tür, um der Wahrheit willen…

Ich danke Kai Höss, dass er einwilligte einen Einblick in sein Leben zu gewähren, besonders in seine Familiengeschichte, Kindheit und Jugend, um ihn, aber auch seinen jüngeren Bruder Rainer Höß besser einzuschätzen. Wie in so vielen Familien ehemaliger Nazi-Größen ist es schwierig, zwischen familiärer Legende und einem klaren Blick auf die Begebenheiten zu werfen, doch Kai Höss ist das gelungen, weil er sehr viel Abstand zwischen sich und seiner Familie hat und hatte, und seine eigene Vorstellung von Familie mit seiner Frau und den vier Kindern aufbaute. Aber ohne die Verantwortung für seine Herkunft zu leugnen, denn er ist und bleibt der Enkel des Massenmörders Rudolf Höß, dem Kommandanten von Auschwitz.

Doch im Gegensatz zu seinem Bruder Rainer dringt er damit nicht an die Öffentlichkeit. Warum er es nun tat, erschließt sich im folgenden Text.

Kai Höss hat seinen Namen geringfügig geänderte, das deutsche „ß“ ließ er in ein Doppel s auflösen, das hatte für ihn nichts mit der Geschichte um seinen Großvater zu tun, nein, es hatte einen praktischen Aspekt, da er über 20 Jahre im Ausland lebte und er mit diesem „absonderlichen“ deutschen „ß“ Buchstaben regelmäßig Schwierigkeiten hatte. Denn Kai Höss hat ein wirklich bewegtes, interessantes Leben hinter sich.

Er wurde 1962 in Walheim, einer kleinen, bäuerliche geprägten Gemeinde nahe Ludwigsburg geboren. Seine Eltern Irene und Hans-Jürgen Höß lebten in sehr guten Verhältnissen, da die Tochter eines Großbauern ein großes Vermögen mit in die Ehe brachte. Drei Jahre nach Kais Geburt kam sein Bruder Rainer zur Welt und so war die Kleinfamilie komplett.

Kai erinnert sich an eine frohe Kindheit, die geprägt war von weitläufigem Toben und großen räumlichen Freiheiten. An „Tante“ Martha erinnerte er sich lächelnd, sie war die Kindergärtnerin und an fröhliche Kindertage mit seinem Bruder Rainer und vielen Freunden im Dorf. Da war eine hart arbeitende Mutter auf dem Hof ihrer Eltern und über allem thronte bestimmend die Urgroßmutter Karoline mütterlicherseits, die die Familien-Zügel in der der Hand hielt. Der eher städtische Vater passte nicht ganz in dieses Idyll, da der sich als Geschäftsmann versuchte und in der Erinnerung Kais als eher passiv und abwesend erlebt wurde.

Doch was reizte die Bauerstochter Irene an dem städtischen Hans-Jürgen Höß, der teilweise schüchtern, andererseits mit großartigen Plänen daherkam, wobei hier einmal romantische Gefühle außer Acht gelassen werden? Bei Kais Erzählungen aus dem Familiennähkästchen, ergibt sich ein Bild der Mutter, die immer nach höherer Schulbildung strebte, diese ihr aber verwehrt wurde, im Gegensatz zu ihrer Schwester Heidi, die als die hübsch und intelligent galt. Dieses streben nach „oben“, was das inhaltlich auch immer heißen mag, war eine wichtige Triebfeder im Leben der Irene Höß, dass sie auch viele, später bestimmt auch viel zu viele moralische und ethische Grenzen überschreiten ließ. Neben diesem leichten Geltungsdrang spielte Geld im Leben von Irene Höß eine große Rolle, weniger als Sicherung der Familie, viel mehr um sich abzuheben von Nachbarn und Umgebung. Irene Höß behauptete, erst spät in den 60er Jahren, durch einen Stern-Artikel, von der familiären Verbindung ihres Mannes zum Massenmörder Rudolf Höß, dem Kommandanten von Auschwitz-Birkenau, erfahren zu haben. Doch sein Vater Hans-Jürgen, der heute noch lebt, sagte, dass er von Anfang an, mit offenen Karten hinsichtlich seines familiären Hintergrund mit seiner Frau und deren Familie gespielt hat. Dies muss so stehen bleiben, da man sich über das Binnenverhältnis einer Ehe selten ein möglichst objektives Bild machen kann. Doch eben dieses Eheverhältnis verschlechterte sich im Laufe der Jahre, bestimmt spielte es auch eine große Rolle, dass Hans-Jürgen Höß sehr viel Geld „verbrannte“ durch gescheiterte Selbständigkeiten, denn wie aus den Erzählungen von Kai hervor geht, wurde das Geld knapper, was die Mutter schwer belastete, gleichwohl der Vater nichts unversucht ließ, als Chauffeur arbeitete und später die Generalvertretung eines schwedischen Autokonzerns in Deutschland übernahm. Zunehmend skalierte ist die Familiensituation, der sich Kai entziehen konnte, er ging als Zeitsoldat mit gerade 18 Jahren von zu Hause fort und kam auch in den nächsten 20 Jahren nicht zurück, außer zu sporadischen Besuchen. Sein jüngerer Bruder Rainer blieb bei der Mutter, auch nachdem der Vater die Familie sang und klanglos verließ. Nach seiner Militärzeit, die er vorwiegend im Nato-Kontingent der Bundeswehr, in Wales verbrachte, ging er mit einer abgeschlossenen Kochlehre und einer britischen Ehefrau, nach Berlin, um Hotelmagagment zu studieren. Danach folgten Stationen in großen Hotels auf Macao, in Hongkong, auf den Philippinen und Bali, in Dubai und in Kairo um nur einige zu nennen. Seine erste Ehe scheiterte bedauerlicherweise bereits in Berlin, so lernte er fast 10 Jahre später, die auf den Philippinen geborene Rahma kennen und lieben, und mit der er noch immer augenscheinlich glücklich ist. Mit ihr hat er heute 4 Kinder, wobei zwei Töchter zur Zeit studierende und zwei kleine Kinder im Alter von 7 und 4 Jahren diesen Werdegang noch vor sich haben. Im Jahr 2000 kehrte Kai mit seiner Familie nach Deutschland zurück, ein anderer Kai, als der der, der damals ging, aber auch ein anderer Kai, als der, der Luxushotels leitete. Dieser Kai gründete in Süddeutschland eine christliche Gemeinde, deren Wurzeln in den USA sind, und noch heute steht er dieser Gemeinde als Pastor vor. Auch seine Ehefrau ist aktiv in die Gemeindearbeit eingebunden und führt ansonsten Regie im Hause Höss. Diese zwei Pfeiler des Halts, seinen Glauben und seine stabile Familiensituation geben dem heutigen Kai Höss Sicherheit und Stabilität, gerade dann, wenn ihn Turbulenzen aus seiner Ursprungsfamilie treffen bzw. betreffen.

Seine Mutter besuchte Kai und seine Familie, auf Bali und in Dubai, jedes mal auch in Begleitung ihres jüngeren Sohns Rainer und gerade dieser Rainer war äußerst beeindruckt von „Luxusleben“ seines Bruders. Wenn man Rainer Höß kennenlernt und er von seinem Lebensweg erzählt, angeblich weltgewandter Spitzenkoch mit Auslandserfahrungen und von Kai die Stationen seines Lebens schwarz auf weiß sieht, dann bekommt man eine seine Ahnungen, dass das alles nicht stimmen kann, was Rainer Höß so von sich gibt, bestätigt. Heute weiß ich ich, dass Rainer keine abgeschlossene Ausbildung hat, er kein Berufsleben vorweisen kann, sondern sich immer in Selbstständigkeit versuchte, die scheiterten. Sie scheiterten aber nicht wie bei seinem Vater am ländlichen Raum, an der gesellschaftlichen Akzeptanz oder am Fleiß; Rainer Höß scheiterte an Lug und Betrug und an sich selbst. Und bei all dem unterstützte ihn seine Mutter, mit Geld und dem Augen verschließen vor den Realitäten, da sie das Streben „nach oben“ ihres jüngeren Sohns Rainer massiv unterstütze.

Wenn man, wie ich dabei sitzt und Kai zuhört, wie er aus seinem Leben erzählt, dann ist das mit dem Buch seines Bruder in keiner Weise überein zubekommen.

Zwar hat Rainer Höß das Buch nicht selbst verfasst, das taten die ehemaligen Sternreporter Petra Schnitt und Jörn Voss mit starker und intensiver Unterstützung von dem Autor und ehemaligen Sternredakteur Niklas Frank, der selbst aus einer renommierten Nazi-Familie kommt und der in zwei starken Büchern mit der NS-Vergangenheit seiner Eltern abrechnet. Diese Buch der Ghostwriter konnte erst realisiert werden, nachdem die ehemalige Sternjournalistin Marie Schoenfeld es nach langem Kontakt mit Rainer Höß ablehnte ein adäquates Buch zu schreiben. Natürlich gibt es auch nachprüfbare Fakten in diesem Buch, nämlich die, über seinen Großvater Rudolf Höß, dem ehemaligen Kommandanten von Auschwitz-Birkenau. Doch diese Fakten stehen bereits in anderen Publikationen, denn für Rainer Höß ist dieser Teil des Lebens seines Großvaters Grundlage seines öffentlich Auftretens, die Begründung seiner eigenen „Wichtigkeit“. Marie Schoenfeld hat es in einem SPIEGEL-Artikel sehr treffend formuliert:“Rainer Höß ist Enkel von Beruf und sein Großvater ist die Geschäftsgrundlage.“

Doch nun haben wir hier einen Erlebenszeugen der Kindheit und Jugend des Rainer Höß, nämlich seinen älteren Bruder Kai. Kai bestreitet vehement, dass das Thema Nationalsozialismus eine Rolle innerhalb der Familie war. Von seinem Vater hat er in dieser Hinsicht nie etwas gehört und erst als Kai mit dieser Zeit in der der Schule konfrontiert wurde, erklärte ihm die Mutter, in Abwesenheit des Vaters, die grauenhafte Geschichte seines Großvaters. Auch bei Besuchen bei seiner Großmutter Hedwig Höß, der Witwe des Massenmörders, war diese Zeit nie ein Thema. Er hat seine Großmutter als sehr korrekte Dame in Erinnerung, die so gar nichts mit dem bäuerlichen Umfeld seiner anderen Großmutter gemein hatte. Nationalsozialistische Töne hatte er, der ältere Bruder bei seiner Großmutter nie wahrgenommen, ganz anders schildert das sein Bruder Rainer in „seinem“ Buch, da werden gerade Hedwig Höß und auch sein Vater als glühende Nationalsozialisten beschrieben. Auch einen Besuch bei dem ehemaligen Chauffeur des Lagerkommandanten Rudolf Höß, Leo Heger, hat Kai ganz andere Erinnerungen. Zum einen war ihm der Ursprung der Bekanntschaft der Großmutter Hedwig mit dem älteren Herren nicht bekannt, noch hat er die beiden Enkel von Hedwig in irgendeiner Weise anders behandelt, als das Kinder im Anfang der 70er Jahre gewöhnt waren. Ganz bestimmt nicht hat er eine Quasi-Großvaterstelle bei den Höß-Brüdern eingenommen, wie auch das Rainer Höß in „seinem“ Buch ausführt. Solange die Oma Hedwig, so Kai, in Ludwigsburg lebte, waren die Enkel häufiger bei ihr. Nichts an ihrer Einrichtung, ihren Büchern oder den Fotos, die eingerahmt herumstanden, erinnerte in irgendeiner Weise an die NS-Zeit oder an Auschwitz selbst. In seiner, Kais Erinnerung, war es immer sehr penibel aufgeräumt bei ihr, zu hause trug sie immer eine weiße, gestärkte Schürze und ihr Auftreten war damenhaft, doch herzlich zu den Enkel. Devotionalien irgendwelcher Art befanden sich nie in Sicht- bzw. Greifweite der Kinder. Kai und Rainer waren gern bei Oma Hedwig, weil das doch eine kleine andere Welt war, als das ländlich geprägte Leben zu hause.

Natürlich wissen wir heute, wie Hedwig Höß über die NS-Zeit dachte, allein ihre Aussage Auschwitz, hier meinte sie die Dienstvilla des Kommandanten, sei ein „Paradies“ gewesen, sagt alles über ihre Geisteshaltung aus. Doch mit wem auch immer Hedwig außerhalb der eigenen Kinder, in Beziehung trat, verschleierte sie dies sehr geschickt. So ist es auch wenig wahrscheinlich, dass sie den jüngsten Enkel Rainer indoktriniert haben soll, und zwar so, dass der ältere Bruder davon nichts mitbekommen haben soll. Zumal Hedwig Höß später zu ihrer Tochter nach Fulda zog und dann nur seltenst Kontakt mit den Enkeln hatte. Die Erinnerungen an die Zeit in Auschwitz nahm Hedwig Höß auch gar nicht mit, zu ihrer Tochter nach Fulda, alles das deponierte sie im Keller ihres Sohnes Hans-Jürgen, dass da nicht beachtet in der Ecke stand. Der Vater zeigte daran nie ein Interesse. Das bescheinigt auch die Tatsache, das er die Sachen im Haus seiner Frau beließ, als er diese verließ. Auch die in besagtem Buch beschriebenen brutalen körperlichen Züchtigungen seitens des Vaters verneint Kai entschieden. Er beschreibt seinen Vater als eher passiv, sanft und deeskalierend, wobei er sich gut daran erinnert, dass seine Mutter dem Vater oftmals vorwarf, nicht streng genug mit den Jungen zu sein. Als Beispiel erzählte Kai, das die Jungen lieber morgens zum Vater in das Auto stiegen, bevor er zur Arbeit fuhr, um sich eine 5 in irgendeiner Arbeit aus der Schule unterschreiben zu lassen, als zur Mutter zu gehen, verschwörerisch wurde dann noch darum gebeten:“Du Vati, aber sag der Mutti nichts.“ Tja, und der Vater nickte und hielt Wort.

All die Geschichten vom fast militärisch strengen Vater, von seiner Kompromisslosigkeit und Härte, die Rainer Höß so gern kolportiert, um sich als Opfer später nationalsozialistischer Umtriebe darzustellen, um sich so ein stückweit überlebender Die Dienstvilla des Lagerkommanten von Auschwitz, direkt am Zaun des ehemaligen Vernichtungslagers, die Rainer Höß als sein Eigentum versucht darzustellenHolocaust-Opfer anzunähern, wischt Kai Höss fast lachend beiseite, wenn er sich der Rolle des Vaters seiner Kindheit und Jugend bewusst wird.

Kai Höss hat das Buch, dem sich Rainer als Autor rühmt, nie gelesen, auch will er es nie lesen, um sich nicht mit Unwahrheiten und Verdrehungen von gemeinsam Erlebten konfrontiert zu werden. Doch musste ich (leider) immer wieder darauf zurückkommen, denn das Buch hat insofern einen Stellenwert, weil es von Rainer Höß als Mittel zum Zweck seiner Betrügereien benutzt wird und dem muss in aller Deutlichkeit entgegengewirkt werden.

Da gibt es unter anderem eine Episode im Machwerk seines Bruders, in der es um eine benachbarte Familie jüdischen Glaubens geht, deren Kontakt Rainer Höß als vom Vater ohne Erklärung verboten gewesen sei und weil er sich diesem Verbot widersetzte, er schwer verprügelt wurde, natürlich vom Vater. Kai erzählt hier etwas ganz anderes: Ja, es gab diese jüdischen Nachbarn, sie hatten zwei Söhne und die Kinder spielten regelmäßig mit einander. Manchmal aßen die Nachbarsjungen bei der Familie Höß, manchmal aßen Rainer und Kai bei den Nachbarn. Abfällige Bemerkungen über die Nachbarn hat es nie gegeben, weder von der Mutter noch vom Vater; ganz im Gegenteil, eines Tages verbrannte sich einer der Nachbarsjungen schwer und Vater Höß eilte sofort zur Hilfe und fuhr den Jungen ins Krankenhaus. Kai erinnert sich noch gut an dieses Ereignis und auch wie besorgt seine Eltern wegen des Gesundheitszustands des Jungen waren. Für ebenso absurd hält Kai, das die Oma Hedwig dem kleinen Rainer einen Strickjanker eines ehemals in Auschwitz vergasten jüdischen Kindes anzog, wie Rainer Höß es in „seinem“ Buch durch die Ghostwriter verbreiten ließ. Wenn Kai Höss mit solchen abstrusen Geschichten konfrontiert wird, dann kann man den Ekel auf seinem Gesicht sehen und man kann als Gegenüber nur ansatzweise erahnen, was er in dem Moment fühlt.

Auch war Rainer Höß nie auf einem renommierten Internat, sondern in einer Jugendeinrichtung in Hechingen, dies veranlassten die Eltern, weil die ehelichen Eskalation zunahmen und sie so ihren jüngsten Sohn schützen wollten. Kai war zu dieser Zeit bereits von zu hause ausgezogen. Ergo gab es auch keinen „jüdischen“ Gärtner auf einem Luxus-Internat, der den jungen Rainer Höß drangsalierte, wegen der familiären Verbindung zu seinem Großvater.

Vieles könnte hier dem Buch des Rainer Höß entgegnet werden, doch ich halte das an dieser Stelle für wenig relevant, da die Tendenz der Aneinanderreihung von Unwahrheiten und Übertreibungen deutlich wird. Bedauerlich dabei ist, das die Journalisten Petra Schnitt und Jörn Voss, die Einlassungen von Rainer Höß nicht im Ansatz überprüft haben und nun dieses Pamphlet als „Monstranz der Wahrheit“ zum vielfachen Betrug benutzt wird, eben durch den Enkel des Massenmörders von Auschwitz.

Zusätzlich benutzt Rainer Höß bei seinen Auftritten in den umstrittenen Filmen „Hitlers Children“ und „Enkel“, die er als „seine“ Filme propagiert (letztmalig vor einem Deutschen Gericht, vor dem er wg. Betrugs angeklagt u. verurteilt wurde) , um sich in der Öffentlichkeit zu inszenieren. Was auch häufig, leider viel zu häufig gelingt, denn auch seriöse Medien laden ihn zu Interviews oder Talkshows ein, dass sie sich damit dieser Luftnummer eines Berufsenkels aus „Historiker“ und vermeintlicher „Judenfreundlichkeit“ mitschuldig machen, scheint den Verantwortlichen wenig klar zu sein, oder vielleicht wollen sie es gar nicht wissen. Das gleiche gilt auch für Schulen, Parteien oder Kirchengemeinden, bei denen er sich sich in Szene setzen kann und natürlich dafür bezahlt wird.

All dies entsetzt Kai Höss in hohem Maße, es berührt ihn schmerzlich und er will seine Kräfte dafür einsetzen, dass sein Bruder gestoppt wird und andere Pfade einschlägt. Kai ist durchaus bewusst, dass das fromme Wünsche sind, denn er selbst hat es viele Male versucht, seinen Bruder auf einen redlichen Weg zu bringen. Er hat mit Polizei und Richtern gesprochen, hat seinen Bruder zu Meldeauflagen zur Polizei gefahren, hat seine, Kais, Reputation in die Waagschale für ihn geworfen und hat ihm Arbeit besorgt, die sein Bruder, trotzt gegenteiliger Beteuerung nie angetreten hat.

Immer ist ihm Kai in brüderlicher Liebe entgegengekommen und wurde immer wieder rücksichtslos zurückgestoßen und ausgenutzt, ja, sogar belogen und betrogen worden.

Auch heute würde Kai für seinen vielfach vorbestraften Bruder die Tür öffnen, doch müsste dieser eine wirkliche, wahrhaftige und (leider) nachprüfbare Umkehr vollziehen. Diese Haltung Kais entspricht ganz genau seiner heutigen Stellung als Pastor, die seine ganze Person durchdringt. Und wenn man Kai so gegenüber sitzt, dann würde man es ihm auch von Herzen wünschen.

Doch …

Andere und dazu zähle ich auch, wollen keine Türen für den betrügerischen Enkel des Kommandanten von Auschwitz öffnen. Wir wollen Rainer Höß seine „Geschäftsgrundlage“ nehmen, damit er aufhört, auf der Asche von sechs Millionen getöteter Juden, andere zu prellen und auch diese wieder zu Opfern zu macht.

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